Zeit im Wald

Was bewegt einen Jäger/in zum jagen?

 

Schon von Kindesbeinen an mit der Thematik groß geworden, kann ich heute diese Frage mit einem Schmunzeln beantworten.

Der Reiz des Unbekannten ...

Ein bedeutender Jagdschriftsteller hat es einmal treffend formuliert:

"Jagd ist alle Tage neu .... "

Kein Waidmann, auch wenn er sein Revier und dessen Bewohner noch so genau kennt, kann vorher sagen, was bei einem Ansitz oder bei der Pirsch passieren wird.

 

Genau dies macht den Reiz aus.

 

Tritt der Bock, der jeden Abend zur selben Zeit an der selben Stelle auf die Wiese wechselt auch heute aus ?

 

Sind die Wutze, die zum Leidwesen des Landwirts das Haferfeld verwüsten auch heut früh noch im Feld, oder sind sie etwa schon ausgewechselt und liegen sicher in der Dickung ?

 

Zurück auf die Anfangsfrage kommend kann ich ruhigen Gewissens sagen, ich jage um des Jagens Willen.

 

"Wer leugnet, dass Liebe und Jagd verwandte Passionen sind, hat selbst nie gejagd !"    (Vivienne von Wattenwyl)

 

Nebenbei wird erstklassiges Wildbret gewonnen, das Jung und Alt wohlschmeckend zubereitet höchste Gaumenfreuden bereitet.

 

Während ich diese Zeilen schreibe, köchelt ein Wildschweinragout mit frischen Steinpilzen verfeinert, natürlich selbst gesammelt, auf dem Herd.

 

Genau aus diesem Grund jage ich !

 

Ihr

Markus Schuler

Unterwegs im Jagdrevier